[ BEITRAG ]

Externe Perso­nal­be­schaffung

Die externe Perso­nal­be­schaffung spielt eine zentrale Rolle im Recruiting-Prozess vieler Unter­nehmen. Sie umfasst alle Maßnahmen, mit denen neue Mitar­beiter von außerhalb des Unter­nehmens angeworben werden. Diese Form der Perso­nal­ge­winnung ist besonders dann relevant, wenn intern keine geeig­neten Kandi­daten zur Verfügung stehen oder eine Position dringend und zeitnah besetzt werden muss. Arbeit­geber, die sich für die externe Perso­nal­be­schaffung entscheiden, können aus verschie­denen Möglich­keiten und Kanälen wählen, um quali­fi­zierte Fachkräfte zu finden.

Kandidatenauswahl der externen Personalbeschaffung

Die externe Perso­nal­be­schaffung ermög­licht es Unter­nehmen, quali­fi­zierte Mitar­beiter von außerhalb des Unter­nehmens zu rekru­tieren. In der Definition wird erklärt, was externe Perso­nal­be­schaffung genau bedeutet und welche Strategien dabei einge­setzt werden. Es gibt verschiedene Möglich­keiten der externen Perso­nal­be­schaffung, wie Stellen­an­zeigen, Headhunting oder Perso­nal­ver­mitt­lungen. Obwohl diese Methode viele Vorteile bietet, wie eine größere Auswahl an Kandi­daten und neue Impulse für das Unter­nehmen, gibt es auch Nachteile wie höhere Kosten und längere Einarbeitungszeiten. 

Was ist externe Perso­nal­be­schaffung? Definition

Die externe Perso­nal­be­schaffung umfasst alle Strategien und Maßnahmen, die Unter­nehmen anwenden, um Mitar­beiter außerhalb der Organi­sation zu rekru­tieren. Im Gegensatz zur internen Perso­nal­be­schaffung, bei der vorhandene Mitar­beiter gefördert und weiter­ent­wi­ckelt werden, zielt die externe Perso­nal­ge­winnung darauf ab, frisches Talent und neue Fähig­keiten ins Unter­nehmen zu bringen. Dabei spielt auch Profiling eine Rolle, indem gezielt Anfor­de­rungs­profile erstellt und mit poten­zi­ellen Kandi­daten abgeglichen werden. Dies geschieht oft über Kanäle wie Jobportale, Perso­nal­ver­mitt­lungen oder Social-Media-Plattformen. 

Vorteile & Nachteile der externen Personalbeschaffung

Vorteile externer Personalbeschaffung

Die externe Perso­nal­be­schaffung bietet Unter­nehmen viele Vorteile. Sie ermög­licht es, die Suche nach geeig­neten Mitar­beitern auf einen größeren Talentpool auszu­weiten und somit schneller quali­fi­zierte Fachkräfte zu finden. Zu den Haupt­vor­teilen gehören:

  • Breitere Kandi­da­ten­auswahl: Durch die externe Suche haben Unter­nehmen Zugriff auf eine größere Anzahl poten­zi­eller Bewerber mit unter­schied­lichen Fähig­keiten und Erfah­rungen, was die Bewer­ber­qua­lität steigern kann.
  • Zugang zu neuen Fähig­keiten und Perspek­tiven: Externe Mitar­beiter bringen neue Talente, Fähig­keiten, Erfah­rungen und Geschäfts­ideen ein, die das Unter­nehmen voran­bringen können. Sie sind nicht an bestehende Denkmuster gebunden und können frischen Wind in festge­fahrene Prozesse bringen.
  • Frischer Wind und neue Ideen: Externe Mitar­beiter bringen oft neue Perspek­tiven und Ansätze mit, die das Unter­nehmen berei­chern können.
  • Schnelle Besetzung offener Stellen: In dringenden Fällen kann die externe Perso­nal­be­schaffung schneller erfolgen, da die Suche nicht auf das interne Personal begrenzt ist.
  • Größerer Bewer­berpool: Die externe Perso­nal­be­schaffung ermög­licht es, eine Vielzahl von Bewerbern mit unter­schied­lichen Fähig­keiten und Fertig­keiten anzusprechen, was die Wahrschein­lichkeit erhöht, geeignete Kandi­daten zu finden.
  • Höhere Qualität des Bewer­ber­pools: Durch eine effektive externe Einstel­lungs­kam­pagne können erstklassige Kandi­daten gefunden werden.
  • Neue Geschäfts­ein­blicke: Externe Einstel­lungen ziehen Bewerber mit unter­schied­lichen Berufs­er­fah­rungen an, mögli­cher­weise auch von Wettbe­werbern. Dies ermög­licht einen erwei­terten Zugang zu wertvollem Wissen und Einblicken in innovative Geschäftspraktiken.
  • Vielfalt am Arbeits­platz: Die Einstellung von Kandi­daten mit unter­schied­lichem Hinter­grund fördert die Vielfalt in der Beleg­schaft, was den Zugang zu einem größeren Pool an Einstel­lungen, Sicht­weisen und Hinter­gründen ermöglicht.
  • Erfolg bei spezi­ellen Kandi­da­ten­pro­filen: Die Suche außerhalb des Unter­nehmens ermög­licht es, Kandi­daten mit spezi­ellen Fähig­keiten und Erfah­rungen zu finden, die im Unter­nehmen mögli­cher­weise nicht vorhanden sind.
  • Schnellere Akzeptanz: Neue Mitar­beiter, die extern rekru­tiert wurden, können schneller in Teams akzep­tiert werden, da sie nicht in bestehende interne Hierar­chien einge­bunden sind.
  • Flexi­bi­lität in der Perso­nal­planung: Externe Perso­nal­be­schaffung bietet eine flexible Lösung für temporäre oder projekt­ba­sierte Rollen, um Bedarfs­spitzen ohne langfristige Verpflich­tungen zu managen.
  • Wettbe­werbs­vorteil: Durch die Einstellung der besten verfüg­baren Talente, unabhängig von ihrer bishe­rigen Zugehö­rigkeit zum Unter­nehmen, bleiben Unter­nehmen wettbewerbsfähig.
  • Unter­neh­mens­wachstum und ‑entwicklung: Externe Einstel­lungen sind oft entscheidend, wenn es darum geht, schnell zu skalieren und auf Wachs­tums­chancen zu reagieren.

Nachteile externer Personalbeschaffung

Trotz der zahlreichen Vorteile bringt die externe Perso­nal­be­schaffung auch einige Heraus­for­de­rungen mit sich. Unter­nehmen sollten sich dieser Nachteile bewusst sein und Maßnahmen ergreifen, um poten­zielle Probleme zu minimieren:

  • Höhere Kosten: Externe Rekru­tierung kann mit hohen Kosten verbunden sein, insbe­sondere wenn Headhunter oder Perso­nal­ver­mitt­lungen einge­setzt werden. Auch Kosten für Rekru­tie­rungs­dienste, Mitglied­schaften für Jobsuch-Websites und Reise­kosten können anfallen.
  • Möglichkeit der Fehlan­passung: Es besteht die Möglichkeit, dass sich neue Mitar­beiter nicht an das Arbeits­umfeld anpassen oder sich nicht in die Unter­neh­mens­kultur einleben können, was zu einer schnellen Fluktuation führen kann.
  • Auswir­kungen auf die Arbeits­moral: Externe Einstel­lungen können sich negativ auf die Arbeits­moral der Mitar­beiter auswirken, insbe­sondere wenn diese auf interne Aufstiegs­chancen gehofft haben.
  • Inhärentes Risiko: Es besteht das Risiko, ungeeignete Bewerber einzu­stellen, da die meisten Bewerber dem Perso­nal­ver­ant­wort­lichen fremd sind.
  • Ausführ­li­cherer Prozess: Die externe Perso­nal­be­schaffung ist ein ausführ­licher Prozess, der verschiedene Aktivi­täten wie Stellen­aus­schreibung, Bewer­bungs­sammlung, Prüfung der Unter­lagen und Auswahl­ver­fahren umfasst.
  • Einge­wöh­nungszeit: Externe Mitar­beiter benötigen in der Regel eine längere Einar­bei­tungszeit, um sich in die Unter­neh­mens­pro­zesse und ‑kultur einzu­finden, was anfangs zu Reibungs­ver­lusten führen kann.
  • Ungewissheit über die Passge­nau­igkeit: Trotz eines gründ­lichen Rekru­tie­rungs­pro­zesses besteht immer ein gewisses Risiko, dass neue Mitar­beiter nicht perfekt ins Team oder zur Unter­neh­mens­kultur passen.
  • Konkurrenz: Unter­nehmen müssen oft mit anderen Unter­nehmen um die besten Kandi­daten konkurrieren.
  • Zeitaufwand: Die externe Perso­nal­be­schaffung kann viel Zeit in Anspruch nehmen, insbe­sondere wenn Unter­nehmen selbst nach Kandi­daten suchen.
Vorträge in externer Personalbeschaffung als Beispiele
Vorträge in externer Personalbeschaffung als Beispiele

Möglich­keiten und Methoden der externen Personalbeschaffung

Die externe Perso­nal­be­schaffung umfasst verschiedene Möglich­keiten, um geeignete Kandi­daten außerhalb des eigenen Unter­nehmens zu finden. Dabei gibt es eine Vielzahl an Strategien, die je nach Unter­neh­mens­bedarf und Position variieren. Diese Methoden lassen sich grob in aktive und passive Maßnahmen unter­teilen. Unter­nehmen, die sich auf eine gezielte externe Suche konzen­trieren, profi­tieren von einem umfang­reichen Pool an Talenten. Im Folgenden werden Beispiele für Methoden der externen Perso­nal­be­schaffung aufge­zeigt, die gezielt einge­setzt werden können, um den Recruiting-Prozess zu optimieren und die besten Fachkräfte für offene Positionen zu gewinnen.

Passive Perso­nal­be­schaffung

  • Nutzung von Online-Bewerberdatenbanken
  • Analyse bereits vorhan­dener Initiativbewerbungen
  • Schalten von Stellen­an­zeigen in Print- und Online­medien, auf Jobbörsen oder der eigenen Unternehmenswebsite

Aktive Perso­nal­be­schaffung

Die aktive Perso­nal­be­schaffung umfasst gezielte Maßnahmen, um quali­fi­zierte Kandi­daten aktiv anzusprechen und für offene Positionen zu gewinnen. Im Gegensatz zur passiven Perso­nal­be­schaffung, bei der Unter­nehmen auf Bewer­bungen warten, setzen aktive Methoden auf eine proaktive Suche und direkte Ansprache poten­zi­eller Mitar­beiter. Diese Strategien sind besonders effektiv in Branchen mit Fachkräf­te­mangel oder für Positionen, die spezia­li­sierte Fähig­keiten erfordern.

  • Klassische Stellen­aus­schreibung auf Jobbörsen, der Firmen-Homepage oder in Printmedien
  • Social Media Recruiting
  • HR-Programme wie z. B. “Mitar­beiter werben Mitarbeiter”
  • Jobmessen und Karrie­re­ver­an­stal­tungen an Schulen und Universitäten
  • Perso­nal­leasing bei Zeitarbeitsfirmen
  • Mitar­bei­ter­suche über einen HR-Dienstleister
  • Gezielte Ansprache poten­zi­eller Bewerber durch Headhunter, Perso­nal­be­rater oder den Einsatz von Netzwerken wie LinkedIn
  • Perfor­mance Job Adver­tising: Gezielte Bewerbung von Joban­ge­boten auf Jobbörsen, Social Media und Suchmaschinen

Weitere Instru­mente und Beispiele

  • Talentpool: Aufbau und Pflege eines Pools poten­zi­eller Kandidaten
  • Perso­nal­be­ra­tungen & Headhunter: Zusam­men­arbeit mit Perso­nal­be­ra­tungen und Headhuntern, die auf die Suche nach spezia­li­sierten Fachkräften spezia­li­siert sind
  • Stellen­an­zeige auf der Firmen­web­seite: Veröf­fent­li­chung offener Stellen auf der Unter­neh­mens­website, um inter­es­sierte und passende Kandi­daten anzuziehen
  • Arbeit­neh­mer­über­lassung und Arbeits­ver­mittlung: Nutzung externer Dienst­leister, um kurzfristige und spezi­fische Perso­nal­be­darfe zu decken
  • Empfeh­lungen und Referenzen: Empfeh­lungs­pro­gramme bieten oft Anreize für Mitar­beiter, quali­fi­zierte Kandi­daten aus ihrem Netzwerk vorzuschlagen
  • Zeitungen und weitere Offline-Kanäle: Rekru­tierung über Zeitungen kann eine effektive Methode sein, um jemanden vor Ort einzu­stellen, und kann zielge­rich­teter sein

Fazit — Perso­nal­ge­winnung durch externe Personalbeschaffung

Die externe Perso­nal­be­schaffung ist eine wertvolle Methode, um quali­fi­zierte Talente außerhalb des Unter­nehmens zu gewinnen. Sie bietet Arbeit­gebern eine größere Reich­weite und mehr Möglich­keiten, die passenden Mitar­beiter zu finden. Aller­dings sollten Unter­nehmen sowohl die Vorteile als auch die Heraus­for­de­rungen dieser Methode abwägen. Neben den klassi­schen Methoden wie Stellen­an­zeigen oder Perso­nal­ver­mitt­lungen können moderne Ansätze wie Social Media Recruiting oder der Einsatz von Multi­posting die Suche nach passenden Kandi­daten effizi­enter gestalten. Mit einer klaren Strategie und den richtigen Tools kann die externe Perso­nal­be­schaffung eine erfolg­reiche Lösung zur Erwei­terung des Talent­pools darstellen. 

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Kürzlich hinzu­gefügt:

Mitar­beiter und Fachkräfte finden
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